Fotos für das russische Wehrkommissariat: Format und Anzahl für jeden Schritt

Eine Übersichtstabelle für jeden Schritt der russischen Wehrerfassung: wie viele Fotos, in welchem Format, farbig oder schwarz-weiß. Mit Verweisen auf die einschlägigen Punkte im Erlass des Verteidigungsministeriums und in den Regierungsbeschlüssen.

· 10 Min. Lesezeit

Für die erstmalige Wehrerfassung in Russland, im Jahr des 17. Geburtstags, braucht man 6 Fotos 3×4: So steht es in der Verordnung über die Wehrerfassung. In den Wehrpass (военный билет) eines Soldaten oder Unteroffiziers kommt ein Schwarz-Weiß-Foto 25×35 mm auf mattem Papier, in den Wehrpass eines Reserveoffiziers ein Foto 30×40 mm. Wie viele Fotos Sie für den Wehrpass mitbringen müssen, legen die Vorschriften nicht fest: Fragen Sie bei Ihrem Wehrkommissariat (военкомат) nach.

Der Artikel behandelt nur die Fotos. Einberufungstermine, Zurückstellungen und Einberufungsbescheide sind nicht sein Thema. Es geht um die russische Wehrerfassung; in Deutschland und anderen Ländern gelten eigene Verfahren und Vorgaben.

Welche Fotos Sie bei welchem Schritt der Wehrerfassung brauchen

Format und Anzahl der Fotos hängen davon ab, weshalb Sie ins Wehrkommissariat gehen. Die Tabelle haben wir nach den geltenden Fassungen der Rechtsakte zusammengestellt und im September 2026 geprüft.

Anlass Format Anzahl Farbe, Hintergrund, Papier Rechtsgrundlage
Wehrerfassung (Januar–März des Jahres, in dem Sie 17 werden) 3×4 6 Stück nicht angegeben Verordnung über die Wehrerfassung, Punkt 34
Pripisnoje (Bescheinigung für Bürger, die der Einberufung unterliegen) nicht angegeben nicht gesondert angegeben nicht angegeben Anweisung zum Erlass Nr. 700 des Verteidigungsministeriums, Punkt 14
Wehrpass für Soldaten, Unteroffiziere, Fähnriche 25×35 mm eines im Wehrpass, Abgabemenge erfragen s/w, weißer Hintergrund, matt Anweisung zum Erlass Nr. 700, Punkt 10
Wehrpass für Reserveoffiziere 30×40 mm eines im Wehrpass, Abgabemenge erfragen s/w, weißer Hintergrund, matt Anweisung zum Erlass Nr. 700, Punkt 9
Einberufung und Musterung Fotos nicht erwähnt - - Verordnung über die Einberufung (Regierungsbeschluss Nr. 663)
Alternativer Zivildienst für den Antrag nicht nötig; 3×4 cm im Dienstausweis eines im Dienstausweis nicht angegeben Föderales Gesetz Nr. 113-FZ, Art. 11; Erlass Nr. 167 des Ministeriums für Gesundheit und soziale Entwicklung

Steht in Ihrem Einberufungsbescheid oder im Merkblatt Ihres Wehrkommissariats etwas anderes, richten Sie sich danach: Vor Ort entscheiden die Mitarbeiter des Wehrkommissariats, und am Schalter über das Fotoformat zu diskutieren, bringt nichts.

Wehrerfassung und Pripisnoje: 6 Fotos 3×4

Für die erstmalige Wehrerfassung braucht man sechs Fotos 3×4. Die Erfassung läuft vom 1. Januar bis 31. März des Jahres, in dem der junge Mann 17 wird; wer nach März Geburtstag hat, geht also schon mit 16 ins Wehrkommissariat. Punkt 34 der Verordnung über die Wehrerfassung (Положение о воинском учёте) zählt auf, was mitzubringen ist, unter anderem: Pass, Geburtsurkunde, eine Bescheinigung der Schule oder des Arbeitgebers, einen Bildungsnachweis und „Fotografien im Format 3 x 4 – 6 Stück“.

Eine Maßeinheit nennt der Text nicht, gemeint sind offensichtlich Zentimeter. Farbe, Papier und Ecke regelt Punkt 34 nicht. Formal gilt die Liste nur für diejenigen, über die in der staatlichen Datenbank noch keine Angaben vorliegen (die Verordnung spricht von einer „staatlichen Informationsressource“). Solange das Wehrkommissariat Ihnen aber nicht sagt, dass keine Fotos nötig sind, nehmen Sie sie mit. Auch die Merkblätter der Wehrkommissariate wiederholen dieselbe Zeile, zum Beispiel das Merkblatt des Wehrkommissariats der Region Sachalin (auf Russisch).

Nennt das Merkblatt keine Farbe, nehmen Sie Schwarz-Weiß-Fotos auf mattem Papier. Diese Vorgaben macht der Erlass Nr. 700 des Verteidigungsministeriums (Минобороны) für den Wehrpass, also für den strengsten Fall.

Beim selben Schritt wird die Bescheinigung für Bürger ausgestellt, die der Einberufung unterliegen, umgangssprachlich „Pripisnoje“. Nach Punkt 14 der Anweisung zum Erlass Nr. 700 wird das Foto auf die erste Seite der Bescheinigung geklebt und mit dem Dienstsiegel des Wehrkommissariats beglaubigt. Ein eigenes Format nennt der Erlass dafür nicht; in der Dokumentenliste für die Wehrerfassung stehen insgesamt 6 Fotos 3×4.

SelfieDoc arbeitet nur mit Volljährigen, deshalb lassen Sie die Fotos für die Wehrerfassung besser im Fotostudio machen.

Wehrpass: 25×35 mm für Soldaten, 30×40 mm für Reserveoffiziere

Welches Fotoformat der Wehrpass braucht, hängt davon ab, für wen er ausgestellt wird. Für den Wehrpass von Soldaten, Matrosen, Unteroffizieren, Maaten, Fähnrichen und Oberfähnrichen verlangt Punkt 10 der Anweisung zum Erlass Nr. 700 des Verteidigungsministeriums 25×35 mm, für den Wehrpass von Reserveoffizieren schreibt Punkt 9 30×40 mm vor. Alle übrigen Anforderungen sind gleich: Schwarz-Weiß-Foto auf weißem Hintergrund, mattes Fotopapier, Kopf und Schultern im Bild, das Gesicht scharf und frontal zur Kamera, ohne Kopfbedeckung. Wer ständig eine Brille trägt, lässt sich mit Brille fotografieren, die Gläser dürfen nicht getönt sein. Das Foto muss dem Alter am Tag der Abgabe der Unterlagen entsprechen. Der Wortlaut von Punkt 10 ist seit der ersten Fassung des Erlasses von 2021 unverändert.

Warum steht dann fast überall „3×4“? Das Format 3×4 ist für die Wehrerfassung festgelegt und wird vermutlich einfach auf alle Dokumente übertragen. 30×40 mm sind zwar genau 3×4 cm, der Erlass schreibt dieses Format aber nur für den Wehrpass von Reserveoffizieren vor. In der Praxis kann das Wehrkommissariat auch für den Wehrpass eines Soldaten 3×4 verlangen.

Verlangt das Wehrkommissariat 3×4, bringen Sie 3×4 mit: Von einem größeren Foto kann man den Rand abschneiden, ein kleineres lässt sich nicht vergrößern. Hat Ihnen niemand ein Format genannt, nehmen Sie 25×35 mm laut Erlass oder rufen Sie im Wehrkommissariat an. In Orten ohne Wehrkommissariat führt die Wehrerfassungsstelle der Gemeindeverwaltung (военно-учётный стол) die Erfassung, auch dort können Sie nachfragen. Und wenn ein Fotograf behauptet, dieses Format gebe es nicht, zeigen Sie ihm Punkt 10 des Erlasses.

Wie viele Fotos Sie für den Wehrpass mitbringen müssen, sagt Punkt 10 nicht: In den Wehrpass wird eines eingeklebt, die Anzahl erfragen Sie bei Ihrem Wehrkommissariat. Ist der Wehrpass verloren gegangen oder beschädigt, wird der neue auf demselben Vordruck ausgestellt, und es gelten dieselben Fotovorgaben.

Braucht man Fotos für Einberufung, Personalakte, Vertragsdienst und Zivildienst?

Für die Einberufung selbst sind keine eigenen Fotos nötig: In der Verordnung über die Einberufung zum Wehrdienst kommt das Wort „Foto“ kein einziges Mal vor. Die Anweisung zum Erlass Nr. 700 beschreibt Fotos für Dokumente der Wehrerfassung, etwa für das Pripisnoje, den Wehrpass, die persönliche elektronische Karte und die Bescheinigung, die anstelle des Wehrpasses ausgestellt wird.

Fotos 4×6 oder 9×12 „für die Personalakte des Wehrpflichtigen“ tauchen in einem Artikel nach dem anderen auf. Eine solche Vorgabe gibt es weder im Erlass Nr. 700 noch in der Verordnung über die Wehrerfassung noch in der Verordnung über die Einberufung. Hat das Wehrkommissariat diese Formate trotzdem verlangt, bringen Sie so viele mit, wie verlangt wurden.

Für den Vertragsdienst gibt es in den öffentlich zugänglichen Rechtsakten des Verteidigungsministeriums keine geltende Liste mit Fotos; Format und Anzahl erfragen Sie deshalb bei der Auswahlstelle für Vertragssoldaten (пункт отбора). Früher standen in der Liste des Ministeriums frontale Fotos 9×12 cm, doch der Erlass Nr. 733 mit dieser Liste ist zum 1. Dezember 2020 außer Kraft getreten.

Dem Antrag, den Wehrdienst durch den alternativen Zivildienst (АГС) zu ersetzen, werden ein Lebenslauf und eine Beurteilung von der Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte beigefügt, Fotos stehen nicht auf dieser Liste (Artikel 11 des Gesetzes über den alternativen Zivildienst). Ein Foto brauchen Sie erst später: In den Dienstausweis für Bürger im alternativen Zivildienst wird nach dem Erlass Nr. 167 des Ministeriums für Gesundheit und soziale Entwicklung ein Foto 3×4 cm eingeklebt.

Farbig, mit Ecke, mit Brille: was im Internet steht und was im Erlass

Viele verbreitete Regeln zu Fotos fürs Wehrkommissariat stehen in keinem Rechtsakt. Wir haben die häufigsten mit dem Text des Erlasses Nr. 700 und der Verordnung über die Wehrerfassung abgeglichen.

Was man liest Was in den Rechtsakten steht Was Sie tun sollten
„Nur schwarz-weiß“ Für den Wehrpass stimmt das (Punkte 9 und 10 des Erlasses Nr. 700). Für die Wehrerfassung ist keine Farbe angegeben Schwarz-weiß, wenn das Wehrkommissariat nichts anderes sagt
„Eine weiße Ecke ist Pflicht“ (das in Russland verbreitete freie Eckfeld auf dem Foto) Das Wort „Ecke“ kommt weder im Erlass Nr. 700 noch in der Verordnung über die Wehrerfassung vor Ohne Ecke, es sei denn, sie wird ausdrücklich verlangt
„Glänzende Fotos werden nicht angenommen“ Für den Wehrpass ist mattes Fotopapier vorgeschrieben Auf mattem Papier drucken
„Die Brille muss ab“ Wer ständig eine Brille trägt, wird zwingend mit Brille fotografiert, ohne getönte Gläser Tragen Sie ständig eine Brille, dann auch auf dem Foto
„Den Bart muss man abrasieren“ Zu Bart und Schnurrbart sagt der Erlass nichts; das Foto muss dem Alter am Tag der Abgabe entsprechen Lassen Sie sich so fotografieren, wie Sie jetzt aussehen
„Das Foto darf nicht älter als 6 Monate sein“ Eine solche Frist steht nicht im Erlass, nur die Vorgabe, dass das Foto dem Alter entspricht Aktuelle Fotos mitbringen
„Mit Mütze oder Kapuze geht auch“ Nur ohne Kopfbedeckung Kopfbedeckung abnehmen

Checkliste vor dem Termin im Wehrkommissariat

Gehen Sie die Punkte am Tag vor dem Termin durch:

  1. Klären Sie, weshalb Sie vorgeladen sind: Wehrerfassung, Ausstellung des Wehrpasses oder etwas anderes.
  2. Zählen Sie die Fotos: 6 für die Wehrerfassung; für den Wehrpass so viele, wie das Wehrkommissariat nennt.
  3. Prüfen Sie das Format: 3×4 für die Wehrerfassung, 25×35 mm für den Wehrpass, 30×40 mm für Reserveoffiziere – oder das Format, das Ihnen das Wehrkommissariat genannt hat.
  4. Die Fotos sind schwarz-weiß, mit weißem Hintergrund, auf mattem Papier gedruckt.
  5. Das Gesicht ist scharf, Sie schauen direkt in die Kamera, Kopf und Schultern sind im Bild, keine Kopfbedeckung.
  6. Brille auf dem Foto, wenn Sie ständig eine tragen; Gläser ungetönt.
  7. Die Fotos sind aktuell und sehen Ihnen heute ähnlich.
  8. Keine Ecke, sofern das Wehrkommissariat sie nicht verlangt hat.

Wo Sie Fotos fürs Wehrkommissariat machen lassen

Jeder der drei Wege funktioniert, solange Format, Hintergrund und Druck den Vorgaben entsprechen.

Weg Ablauf Worauf Sie achten sollten
Fotostudio Aufnahme und Abzüge bei einem Besuch Genaues Format nennen (25×35 mm, 30×40 mm oder 3×4) und Schwarz-Weiß-Druck auf mattem Papier verlangen
Zu Hause mit dem Smartphone, Druck im Copyshop Sie fotografieren vor einer hellen Wand bei gleichmäßigem Licht und schneiden selbst zu Das Millimeterformat verrutscht beim Drucken leicht; im Maßstab 100 % auf mattem Fotopapier drucken
Online-Dienst aus einem Selfie Sie laden ein Selfie hoch, der Dienst passt Format, Hintergrund und Kopfposition an Prüfen, ob das richtige Dokument gewählt ist; drucken müssen Sie selbst

Mit SelfieDoc können Sie aus einem gewöhnlichen Selfie ein Foto für den Wehrpass im Format 25×35 mm mit weißem Hintergrund erstellen und erhalten eine Datei und einen Druckbogen. Der Dienst ist nur für Volljährige. Drucken Sie den Bogen schwarz-weiß auf mattem Papier im Maßstab 100 %, damit sich das Format nicht verändert.

Quellen

Geprüft am 26. September 2026. Alle Quellen sind auf Russisch.

Häufige Fragen

Wie viele Fotos braucht man für das Wehrkommissariat?

Für die erstmalige Wehrerfassung 6 Fotos 3×4 (Verordnung über die Wehrerfassung, Punkt 34). Wie viele Fotos für den Wehrpass abzugeben sind, sagt der Erlass Nr. 700 des Verteidigungsministeriums nicht: In den Wehrpass wird eines eingeklebt, die Anzahl erfragen Sie bei Ihrem Wehrkommissariat.

Welches Fotoformat verlangt das Wehrkommissariat?

Das hängt vom Schritt ab. Für die Wehrerfassung 3×4. In den Wehrpass eines Soldaten oder Unteroffiziers kommt ein Foto 25×35 mm, in den eines Reserveoffiziers 30×40 mm (Punkte 10 und 9 der Anweisung zum Erlass Nr. 700 des Verteidigungsministeriums). Nennt das Merkblatt Ihres Wehrkommissariats ein anderes Format, richten Sie sich danach.

Welches Foto braucht man für das „Pripisnoje“?

„Pripisnoje“ (приписное) nennt man umgangssprachlich die Bescheinigung für Bürger, die der Einberufung unterliegen. Sie wird bei der Wehrerfassung ausgestellt, für die 6 Fotos 3×4 nötig sind. Das Foto wird in die Bescheinigung geklebt und mit dem Siegel des Wehrkommissariats beglaubigt; ein eigenes Format legt der Erlass Nr. 700 dafür nicht fest.

Müssen die Fotos fürs Wehrkommissariat farbig oder schwarz-weiß sein?

Für den Wehrpass nur schwarz-weiß, auf weißem Hintergrund und mattem Papier. Für die Wehrerfassung nennt die Verordnung über die Wehrerfassung keine Farbe; sofern das Wehrkommissariat nichts anderes sagt, nehmen Sie auch hier Schwarz-Weiß-Fotos.

Brauchen die Fotos fürs Wehrkommissariat eine weiße Ecke?

Weder der Erlass Nr. 700 des Verteidigungsministeriums noch die Verordnung über die Wehrerfassung erwähnen eine Ecke. Lassen Sie die Fotos ohne Ecke machen, es sei denn, das Wehrkommissariat verlangt sie ausdrücklich.

Darf man auf dem Foto für den Wehrpass eine Brille tragen?

Wer ständig eine Brille trägt, muss sich mit Brille fotografieren lassen, die Gläser dürfen nicht getönt sein. So steht es in den Punkten 9 und 10 der Anweisung zum Erlass Nr. 700.